
Ganz allgemein gibt es in der Natur keine absoluten Symmetrien, sondern viele gut ausbalancierte Seitigkeiten. Damit ist ein natürliches System, wie ein menschlicher Körper, viel flexibler (Corballis 2021). Es kann sich auf unterschiedliche Umfeldbedingungen variabler einstellen.
Die bekanntesten Lateralitäten des Menschen lassen sich wie folgt unterteilen:
Motorische Seitigkeiten
- die Händigkeit oder auch Armigkeit
- die Füßigkeit oder auch Beinigkeit
- die Drehseitigkeit des Kopfes
- die Drehseitigkeit der Hände
- die Drehseitigkeit des gesamten Körpers
- die Seitigkeit der Gestik
- die Seitigkeit der Mimik
- Zungenseitigkeit
- die Kauseitigkeit
Sensorische Seitigkeit
- die Äugigkeit
- Ohrigkeit
- Balance-Seitigkeit
- Seitigkeit des Geruchssinns
- Seitigkeit des Tastsinns
Strukturelle Asymmetrie
- die Seitigkeit von Haarwirbeln
- Wirbelsäulen-Verkrümmungen (Skoliosen)
Lateralität im Gehirn
- die Lateralität der Sprache
- die Seitigkeit der räumlichen Wahrnehmung
- die Lateralität der Aufmerksamkeit
- die Seitigkeit des Denkens
Respiratorische Seitigkeit
- die Seitigkeit der Nasenatmung
Seitigkeiten von inneren Organen
- das paarig angelegte Gehirn
- Lungen
- Nieren
- Ovarien/Eierstöcke/Hoden
Asymmetrien im kardiovaskulären System
- Seitigkeit des Blutflusses
- Seitigkeit des Blutdrucks
Lateralität im Sport
- Roller fahren
- Skateboard fahren
- Turnen
- Schießen
Seitigkeiten im Handwerk
- Schreiben
- Schleifen binden
- einen Nagel mit dem Hammer einschlagen
- Schneiden
- Stricken/Sticken/Häkeln
Quellenangaben
- Bild: freepik
- Corballis, M. C. (2021). How asymmetries evolved: hearts, brains, and molecules. Symmetry, 13 (6), 914. [Google Scholar]
